Klimaschutz und wilde Abfallverbrennung in Peyia

Wie halten wir es mit dem Umwelt- und Klimaschutz, diese Frage stellt sich hier auf der Insel Zypern jeden Tag aufs neue.

Weit hin sichtbar sind die Rauchsäulen der Klimaschädlichen Abfallverbrennungen in der Republik Zypern. Diese Rauchsäulen lassen die Bemühungen der Regierung und der Obrigkeiten zur Einhaltung von Klima- und Umweltschutzzielen der EU in einem sehr fragewürdigen Licht erscheinen.

Und da ist er wieder, der Begriff "Tradition", der in Zypern für alles herhalten muss wenn es um den persönlichen Vorteil Einzelner geht. Das hat absolut nichts mehr mit der auch von mir persönlich sehr beliebten "zyprischen Lebensart" zu tun.


Hier werden die Rechte von Dritten zum eigenen Vorteil vorsätzlich verletzt und der Gesetzgeber schaut zu.

 

Verbrannt wird alles, Chemie-Plastikbehälter in den Bananenfeldern, Abfälle jeglicher Art an Baustellen, Wohnungsmüll nach der Touristen Saison, Baumschnitt und Abfälle der Landwirtschaft und Gartenbaubetriebe, so könnte man die Liste noch lange fortsetzen. All das ist den Behörden nicht unbekannt, die Rauchsäulen sind ja nicht zu übersehen, aber es erfolgt erstaunlicherweise keine Reaktion. Lediglich innerhalb der Ortschaften geht man gegen Umweltsünder vor, aber warum nur dort?

Eigentlich Schade, denn Zypern hat eine einzigartige Natur zu bieten, die es lohnt nachhaltig zu schützen. Der Tourismus ist die wichtigste Einnahmequelle der Insel und ein nachhaltiger Natur- und Klimaschutz kann da meines Erachtens noch sehr viel mehr dazu beitragen.

Und wieder einmal hat der Pafos Zoo seinen Abfall direkt vor dem Zoo in einem groß angelegten Feuer entsorgt. Ein Anruf bei der Feuerwehr bestätigt zum wiederholten Male, dass angeblich eine Genehmigung durch die Gemeindeverwaltung Peyia vorliege und somit die Polizei und die Feuerwehr nicht einschreiten können. Das die Anwohner rund um den Zoo seit einigen Jahren im Winterhalbjahr im Abstand von 2-3 diese gesundheitliche Belästigung durch den Qualm und Gestank ertragen müssen nimmt dabei der "Lizenzgeber" offenbar stillschweigend hin.

Es ist aber eher zu befürchten, dass es keine Lizenz zum Verbrennen der Abfälle gibt, die Gemeinde Peyia das aber stillschweigend akzeptiert.

 

Es ist schon "Verwunderlich" warum der Gemeinderat und der Bürgermeister der Gemeinde Peyia die Tatsache akzeptiert, dass der Besitzer des Pafos Zoo seit über 15 Jahren der Gemeinde auf der Nase herum tanzt und so aus dem ehemals genehmigten "Kleinen Vogelpark mit einigen Rehen" das Anwesen illegal immer weiter, Schritt für Schritt als Zoo mit vielen ungenehmigten Anlagen und Gebäuden ausgeweitet hat. Das alles in einem Landwirtschaftlichen Gebiet, das eine zulässige Bebauung von max. 6% der Grundstücksgrößen erlaubt und alle anderen Grundstückseigentümern diese Richtlinien ekzeptieren müssen.

 

Ein Schelm, wer böses dabei denkt.....

 

Inzwischen gibt es auch einige "grüne Punkte", Sammelstellen für Recycling Abfälle, die auch gut angenommen werden. Gemeinden wie z.B. Peyia, sehen darin aber bis jetzt offensichtlich keinen Bedarf und keine Notwendigkeit. Also bleibt es weiterhin jedem überlassen, wie er die "Abfallregulierung"  regelt.

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