Zyperns Natur- und Vogelwelt - Blog 2016


Misteldrossel - Wacholderdrossel, Wintergäste im Troodos Gebirge 2016-2017

Auf der Suche nach Wacholder- und Misteldrossel habe ich mehrere Fahrten ins Troodos Gebirge unternommen.

Die im Gebirge überwinternden Drosseln stellen leider immer noch in Zypern eine für die Jagd freigegebene Vogelart dar, wobei es für die Jäger keinen Unterschied macht, wo sich die Vögel aufhalten.

Ich denke oft, dass die Patronenhülsen und Kartons in Mitte von ausgewiesenen Schutz- und Jagverbotsgebieten  auch den Wildhütern der Forstbehörde und Jagdbehörde auffallen müssten, so offen wie der Abfall rum liegt und so oft wie die dort unterwegs sind, aber weit gefehlt….



Unterhalb von Troodos Village habe ich dann zu meiner großen Freude einige Drosseln im Flug gesehen und wenig später auch die von den Vögeln genutzte Wasserstelle entdeckt. Im Laufe der folgenden Wochen haben sich an dieser Wasserstelle bis zu 14 Drosseln gleichzeitig aufgehalten, vermischt mit sehr scheuen Amseln, Eichelhähern, Finkenkreuzschnäbel, Kernbeißer, Buchfinken, Tannenmeisen und andere Arten. 

Oft blieb mir nur die Ansicht des „Birdwatcher“ weil ich meine Ausrüstung auf Videoaufnahmen eingerichtet habe und ich auch gezielt auf die Drosseln wartete und das war die richtige Entscheidung. Anfang Dezember sind die Regefälle in Schnee übergegangen, die Drosseln sind daher nur noch in geringer Zahl zur angestammten Wasserstelle gekommen. Mit dem zunehmendem Schneefall war dann auch für mich der Zugang nicht mehr möglich. Jetzt heißt es warten bis die Zugänge wieder frei sind.

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Video - Winterfahrt in das Troodos Gebirge

Der Wetterbericht hatte einen sonnigen Tag in den Bergen versprochen, also einsteigen und mitfahren in eine Winterlandschaft, die mich an meine Heimat im Süden Deutschlands erinnerte.


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Oktober – November - Vogelbeobachtung ums Haus

Man könnte glauben, dass die Vogelwelt im Oktober und November nichts besonders zu bieten hat. Es sind ja in der Regel auch alles bekannte und viel fotografierte Vogelarten, die man gar nicht mehr so sehr wahrnimmt.

 

Im Umfeld von Mandria an der Beach und den Feldern waren in den blühenden Ginsterbüschen sehr viel Schmetterlinge zu finden, einige Farbkleckse neben all den Vogelarten.

 

Beim Rundgang mit unseren Hunden am Nachmittag habe ich eine Singdrossel gesehen und weil in Zypern alle Drossel Arten inkl. der Amsel zur Jagd durch die Regierung freigegeben sind, habe ich mich gerade am nächsten Tag dort  in den Morgenstunden ins Tarnzelt gesetzt.


Das verwilderte, alte Baumland mit Johannesbrot Bäumen ist nur etwa 100m von meinem Schreibtisch entfernt, die Jagd ist hier eigentlich verboten, aber die Patronenhülsen am Boden sprechen eine andere Sprache.

 

Der alte Johannisbrotbaum ist Anflug und Zwischenstation für viele Vogelarten. Das findet man aber erst heraus wenn man einige Stunden und an verschiedenen Tage den Ort beobachtet. Das pralle Leben auf dem Baum und im Buschwerk, ich habe versucht es in einigen Fotos und Videosequenzen festzuhalten. Besonders gefreut hat mich die Mitarbeit der zwei rivalisierenden Rotkehlchen, die sehr freizügig und ausdauernd bei den Aufnahmen mitgemacht haben.

 

Hier ein paar Fotos, später dann noch ein Video vom „Baum des Rotkehlchen“

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Agia Varvara - Zugvögel im September an den "Soakaways" Becken

Wasser ist die Basis alles Lebens

 

Das System der sogenannten Soakaways habe ich noch nicht durchschaut, warum diese, ca. 30 x 30 m großen Becken neben dem Flussbett ausgegraben wurden,

 

In meiner Heimat würde man das als Regenrückhaltebecken bezeichnen, aber Regen ist in Zypern Mangelware, der Esouza River führt seit 2 Jahren kein Wasser.

 

Gerade jetzt im September hat das Wasser Department damit begonnen diese Pools von Zeit zu Zeit mit Wasser aus den in der Nähe verlaufenden Bewässerungskanälen zu befüllen.


Dabei fließt dann neben über mehrere Stunden Wasser in diese Rückhaltebecken, bis die Pools  mit ca. 30-40 cm Wasser befüll sind. Danach werden die Zuläufe automatisch gestoppt und das Wasser versickert langsam, am nächsten Tag sind die Pools wieder ausgetrocknet.

 

Die Natur-, speziell die Vogelwelt nimmt auch diese kurze Wasserperioden dankbar an, jedoch könnte man die Natur mit einem langsameren und dafür kontinuierlichem Wasserzulauf besser unterstützen und die Wasserversickerung wäre die gleiche.

 

Aber nach den bitteren Erfahrungen mit den Ezousa Pools bei Achelia im letzten Oktober 2015 habe ich da keine große Hoffnung, dass sich Verantwortliche des Paphos Wasser Department zum Thema Naturschutz Gedanken machen, leider…

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Zypern, Polis Chrysochou Bay, 4-Sep 2016, ein großer Tag für Zugvögel und die Natur

Ein Tag, den ich als Naturfotograf lange in Erinnerung behalten werde.

Angefangen hat alles gegen 6:30 mit einem Schwarm Jungfernkraniche in großer Höhe, die Anzahl konnte ich nur abschätzen.

 

Dann, wenig später kam die erste Gruppe mit Purpurreiher und Graureiher, die sind nicht vorbei gezogen sondern haben dann angefangen über den hohen Eukalyptusbäumen am Campingplatz zu kreisen und sich dort niederzulassen.

 

Und dann wurden es immer mehr, ich konnte mein Glück nicht fassen und machte Fotos und Videos im Minutentakt.

 

Die Reiher flogen immer wieder neue Runden raus aufs Meer und wieder über mich zurück zu den Bäumen, immer wieder.



Manchmal hatte ich das Gefühl mitten in Alfred Hitchcocks Film „Die Vögel“ zu stehen, wenn die Reiher dann so in nicht enden wollenden Scharen ca. 30m über mich hinweg zogen. 

Ich habe dann meinen Freund Colin, ein großer Vogelxperte informiert und 30 Minuten später war er da. Auch der große Vogelexperte hat so etwas noch nicht oft erlebt. Geteilte Freude ist die bessere Freude, wir konnten beide nicht so richtig fassen was sich da über unseren Köpfen abspielte. Immer mehr Vogelgruppen, gemischt mit verschiedensten Reiherarten, Graureiher, Kuhreiher, Nachtreiher, Seidenreiher und Purpurreiher, alles kam da angeflogen. Zwischendurch auch einige Steppenmöwen, Kampfläufer, Flussuferläufer, Seeschwalben und weiter draußen einige Gruppen von Knäckenten stürmten die Chrysochou Bay. Für die Krähenscharbe und einen ebenfalls im Meer fischenden Eisvogel hatten wir da kaum mehr ein Auge übrig.

Gegen 13:00 Uhr hatten wir dann eine unglaubliche Anzahl von Zugvögeln auf unserer Liste und ca. 1800 Fotos und Video Clips auf den Speicherkarten.


Zur Übersicht hier unsere Recordliste vom  4. September 2016 von 6:30 bis 15:00 Uhr

ca. 100 Jungfernkraniche, ca. 720 Purpurreiher, davon ca. 400 in einer Gruppe, präsent für 3-4 Std. über dem Campingareal. Das ist ein neuer Rekord für Zypern.

120 Graureiher, 16 Nachtreiher, 3 Braune Sichler plus 28 im Überflug, 1 Kuhreiher, 2 Seidenreiher, 300 Knäckenten, 4 Kampfläufer, 1 Steinwälzer

7 Flussregenpfeifer, 12 Steppenmöwen, 5 Lachseeschwalben, 22 Weisflügel-Seeschwalben, 1 juv Blauracke, 1 Eisvogel, 1 Krähenscharbe, 1 Kornweihe über dem Meer.

Ehrlich gesagt, ich war überwältigt von dem Eindruck, den die Natur in den letzten Stunden da abgeliefert hat, einfach nahezu unbegreiflich.

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Schwarzstirnwürgern als frühe Herbst-Zugvögel

Die letzten Wochen waren hier extrem heiß, jetzt, Ende August kehrt wieder Leben in die Aktionen der Vogelwelt und der Beobachter.

 

Die Demoissele Kraniche ziehen wieder über die Insel nach Süden, manche Gruppen machen einen Zwischenstopp auf der Insel.

 

Ich selbst habe mich in der letzten August Woche sehr früh am Tag etwas in den angestammten Revieren umgesehen und bin dabei in Mandria fündig geworden.

 

Eine größere Anzahl Schwarzstirnwürger und Neuntöter haben sich auf ihrer Wanderung dort gerade niedergelassen, sitzen auf Stromleitungen, Bäumen und Büschen zur Jagd und zur Rast.



 

Relativ viele jugendliche Schwarzstirnwürger sind in der Würger Gruppe ( 20 - 25 ) vertreten, fast könnte man meinen, ein Kindergarten ist auf Reise. Im Baum war dann auch noch ein Drosselrohrsänger und ein Blassspöter unterwegs.

 

Ich habe die Truppe jetzt dreimal, jeweils am frühen Morgen vom Sonnenaufgang an, beobachtet und habe davon ein paar Bilder und ein Video gemacht.

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Panorama Wasserreservoir - Asprokremmos Staudamm Juni 2016

Am linken Bildrand ist normalerweise der Uferbereich des Asprokremmos Staudamm. Jetzt im Juni 2016 ist der Wasserstand durch die Regenausfälle der letzten 16 Monate sehr stark abgefallen. Am rechten Bildrand das beim Bau des Staudamms verlassene Dorf Finikas.

Mit einem Klick auf das Bild könnt ihr euch darin die Details ansehen und auf Entdeckungsreise gehen.


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Ein Amurfalke in Zypern

Der Amurfalke (Falco amurensis) ist ein kleiner Falke, nahe verwandt mit dem Rotfußfalken (Falco vespertinus).

 

Dieser Amurfalke ist mit einer Gruppe Rotfußfalken im Brachland zwischen Agia Varvara und Anarita, Bezirk Paphos eingetroffen.

 

Es ist der erste Amurfalke, der in Zypern registriert wurde.

 

Mein Foto zeigt den gestreßten Zustand des Amurfalken nach einer sehr langen Reise von Südafrika nach Zypern.

 

Nach der Pause in Zypern liegt noch eine sehr weite Reise vor ihm.



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Rotfußfalken im Bezirk Paphos - Zypern

Der Rotfußfalke (Falco vespertinus) ist ein kleiner Vertreter der eigentlichen Falken innerhalb der Familie der Falkenartigen (Falconidae).

 

In der letzten Aprilwoche 2016 ist wieder eine Gruppe Rotfußfalken im Brachland zwischen Agia Varvara und Anarita, Bezirk Paphos, eingetroffen. 

 

Sie haben einen unerwarteten Besucher mitgebracht, den ersten Amurfalken. Es ist der erste Amurfalke überhaupt, der jetzt in Zypern registriet wurde.

 

Bei ihrem Zwischenstop im Anarita Brachland findet man die Falken schon am frühen Morgen auf die Jagd nach den reichlich vorhandenen Grashüpfern und anderen Wirbellosen.



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Samtkopfgrasmücke - eine neue Generation

Die neue Brutsaison bei den Samtkopfgrasmücken ist schon fast abgeschlossen.  Mitten im Anarita Park habe ich die Gelegenheit genutzt ein paar Aufnahmen von den Versorgungsflügen der Vögel zumachen.

 

Das Brutpaar war richtig eifrig beim Futtertransport in Richtung Nest um die Jungvögel zu versorgen.

 

In sehr kurzen Zeitabständen wurde das Nest mit Futter angeflogen wobei besonders das Weibchen häufiger zu sehen war.

 

Dann wurde ich auch noch Zeuge eines Dramas am Nest. Zunächst bemerkte ich nur das nervöse Herumfliegen der Altvögel um das Nest herum.



Dann sah ich zwei fast flügge, noch Schwanzlose Jungvögel in den Oleanderbüschen herum hüpfen, auch schon kurze Flüge von Ast zu Ast machen. Normalerweise sind die nur im Busch unterwegs, in dem das Nest gebaut ist. Aber dann war auch den Grund für das nervöse Verhalten der Vögel zu sehen, eine Pfeilnatter war am Nest unterwegs und hat sich die zwei im Nest verbliebenen Nachzügler geholt. Da halfen alle Ablenkungsversuche der Altvögel nichts. Schade, aber die Natur kennt halt kein Bedauern.

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Neuntöter (female) im Anarita Park

Ein kleiner Baum im weitläufigen Anarita Brachland ist die Anlaufstelle für viele umherziehende Vögel.

 

Manche Vögel legen im Baum nur eine kurze Rast ein, andere nutzen den Baum als idealen Ausgangspunkt zur Futtersuche in ihrem Habitat.

 

Während ich die dort ein Paar Samtkopf-Grasmücken und Seidensänger beim Futtern des Nachwuchses beobachtet war gleichzeitig, über 2 Stunden lang, ein weiblicher Neuntöter im Baum.

 

Fast jeder Zugriff der Neuntöter Dame auf Insekten am Boden und in den Büschen war erfolgreich.


Unter dem Baum ist mit einigen Oleanderbüschen der ideale Nistplatz für das Brutgeschäft. So findet sich dort gerade ein paar Seidensänger und zwei Paare der Samtkopf-Grasmücke mit Nachwuchs. Insekten gibt es dort gerade trockenen Gras im Überfluss so dass der Nachwuchs gut versorgt werden kann.

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Wüstensandregenpfeifer an der Mandria Beach

Am Mittwoch bin ich auf dem Weg nach Anarita zuerst an der Mandria Beach entlang gefahren.  Es war noch vor Sonnenaufgang, als ich die zwei Regenpfeifer an der Beach entdeckte, ca. 10m vom Fahrweg entfernt.

 

Die starke rötliche Färbung am Brustgefieder hatte ich vorher bei Wüstenregenpfeifern noch nie gesehen.

 

Also schnell mal zwei Sicherungsfotos gemacht und dann die große Linse ausgepackt.

 

Gerade rechtzeitig, wenige Minuten später begann der Sonnenaufgang und die Sonnenstrahlen legten sich wie ein warmes Spotligth auf die Vögel, die immer mehr leuchteten.


Alles, wofür ein Fotograf am frühen Morgen unterwegs ist, lief jetzt in den nächsten 10 Minuten ab. Ja, bis eben der erste Spaziergänger mit Hund vorbei kam. Die zwei Regenpfeifer flogen ein paar Meter weiter Richtung Ufer und konnten ihre Ruhepause dort ohne weitere Störung fortsetzen. 

Inzwischen habe ich von den Experten Stavros und Colin die genaue Bezeichnung der Spezie bekommen. Charatrius leschenaultii columbinus 2,  eine Unterart, die in einigen Punkten von den Wüstenregenpfeifern abweicht, die normal hier auf der Insel zu sehen sind.

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Unser lauter Nachbar, der Halsbandfrankolin

Nur wenige Meter vom Haus entfernt in den angrenzenden Bananenfeldern hat ein Halsbandfrankolin sein Revier.

 

Pünktlich jeden Morgen vor den ersten Sonnenstrahlen steht er auf seinem Hügel und beginnt seinen Besitzanspruch auf das Revier lautstark mitzuteilen.

 

Meistens vergeht einige Zeit bis ich etwas dokumentiert, das jeden Tag aufs Neue im direkten Umfeld abläuft.  Der Frühjahrs- Vogelzug ist ja schon fast durch, so habe ich mich jetzt auch mal unseren lauten Nachbarn gewidmet.

 

So bin ich also vor Sonnenaufgang in die Bananenplantage neben unserem Hause gegangen um den morgendlichen Rufer zu beobachten.


Mit einer Tasse Kaffee hab ich mich ca. 20m vom Haus entfernt zwischen die Bananen gesetzt und den vermuteten Feldherrenhügel des Frankolin beobachtet. Kaum hatte ich meine Position eingenommen hörte ich seinen Ruf etwas entfernt, zwei Minuten später hat er seinen "Feldherren Hügel" betreten. Wie vermutet hat er auf dem Hügel sofort angefangen in alle Richtungen seinen sehr markanten Ruf zu senden. Nach ca. 10 Minuten ist er dann, immer wieder rufend, in seinem Revier weitergezogen. 

 

Der Feldherren Hügel wurde beim Anlegen des Bananenfeldes von dem Farmer aufgeschoben und bestand überwiegend aus Abfällen und Plastikmüll. Als der Frankolin unterwegs war bin ich die ca. 30 m zu seinem kleinen Hügel gegangen und habe den Müll und das trockene Gestrüpp etwas entfernt, um dem Vogel bei den Aufnahmen einen besseren Untergrund zu geben. Zudem habe ich meine Kameraposition entsprechend dem passenden Hintergrund festgelegt.

 

In den Tagen darauf, bis Ende Mai, hat sich unsere Nachbar "Black Francolin" dann bereitwillig vom frühen Morgen bis zum Sonnenuntergang immer wieder als Foto- und Video Model zur Verfügung gestellt und dabei seinen markanten Ruf in alle Richtungen erklingen lassen.  Mit meiner Canon EOS 5DIII und der neuen Magic Lantern 3xcrop Firmware konnte ich wieder unvergessliche Momente einfangen ohne den „Rufer in der Wildnis“ auch nur im Geringsten zu stören. Wildlife Fotografie und Video Aufnahmen wie ich es mag.

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Meine Tage bei den Wiesenweihen in Anarita

Am Mittwoch den 13. April hab ich am frühen Morgen bei der Einfahrt von Agia Varvara ins Anarita Gebiet die grau eingefärbten, männlichen Wiesenweihen zum ersten Mal bemerkt. 

An einer Hangkante haben sie den Aufwind genutzt um knapp über dem Boden nach Grasmücken und anderen Kleintieren zu suchen.

 

Spontan habe ich dann über zwei Stunden dort verbracht um die zwei männlichen Wiesenweihen zu beobachten. Dann kam auch noch ein Weibchen dazu, das sich aber etwas abseits von den männlichen Vögeln aufhielt.

 

In dem Gebiet konnte ich zur selben Zeit auch noch 8 bis 10  Turmfalken und 2 Eleonorafalken wahrnehmen, die dort auf Nahrungssuche waren.


Durch meine Beobachtung konnte ich einen Standort festlegen, von wo aus ich die Weihen dann am nächsten Tag beobachten und fotografieren konnte. Die nächsten 3 Tage war ich jeweils vor Sonnenaufgang an der bevorzugten Beobachtungsstelle in meinem Ansitzzelt und habe auf die Vögel gewartet und die haben mich nicht enttäuscht.

Allerdings müssen die beiden Männchen dann bereits am nächsten Tag weitergezogen sein, denn später war nur noch das Weibchen vor Ort.

 

Die Wiesenweihen beginnen noch im halbdunklen mit der Jagd zu Fuß, auf dem Feldweg beziehen sie in Abständen zueinander ihre Position und alles was über den Feldweg will wird geschnappt. Etwas später, mit zunehmender Helligkeit, beginnt dann der langsame Überflug in geringer Höhe mit unwahrscheinlich schnellen Umkehrstopps und Zugriff auf die Beute. Zum Fressen geht’s dann an bevorzugte Fressplätze, zumeist Felsbrocken im Wiesengelände, von wo aus die Vögel einen sicheren Umblick bezüglich eigener Feinden haben.

Gegen 9:00 Uhr, wenn sich die Thermik zum Steigflug richtig ausgebildet hatte, haben sie den Platz dann verlassen und weiter ins und durch das Anarita Gebiet gezogen. Das Weibchen war über einen Zeitraum von 3 Wochen präsent.

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Rotschwanzwürger - „Turkestan“ Shrike.

Heute Morgen war ich gegen 6:00 Uhr an der Mandria Beach bei den kleinen Felseninseln.

 

Mein Ziel war die kleine Felseninsel ca. 80m vor der Beach, auf der am Tag zuvor eine Gruppe Graureiher und Seidenreiher gelandet waren um eine Rast einzulegen.

 

Gegen 9:00 Uhr habe ich die Aktion dann erfolglos abgebrochen weil keine Zugvögel in Küstennähe in Sicht waren.

 

Im Brachland nahe dem Strand habe ich auf dem Rückweg noch einige Steinschmätzer beobachtet und dann ist mir in der Nähe einer Pferdekoppel ein maskierter Vogel aufgefallen, der auf einem großen Busch saß.


Mit dem Fernglas konnte ich einen Würger mit deutlicher Maske sehen. So bin ich näher zum Busch gefahren und habe, immer noch aus größerer Entfernung, ein paar Aufnahmen gemacht. Der Würger ist schnell weiter geflogen, ich konnte die Richtung erkennen und bin hinterher gefahren. Ich habe ihn dann auf einem abseits des Feldweges im Brachland gelegenen Busch gefunden, zusammen mit Weidensperlingen, Braunkehlchen und Samtkopfgrasmücken. Was ich jetzt aus der Nähe sah war auf jeden Fall kein Maskenwürger, aber auch kein Schwarzstirnwürger. Ich hatte die Kamera für Videosequenz eingestellt, aber zu Sicherheit habe ich vorher auch einig Fotos gemacht. Kaum gesehen war er wieder weg. So hab ich mich, ohne das angedachte Ergebnis, wieder auf meine 35 km Heimweg gemacht.

Zuhause dann war die erste Handlung die Bilder auszulesen und den aufgenommenen Vogel mit Hilfe des „Svensson Kosmos Vogelführer“ zu identifizieren. Was ich da wohl erwischt habe? Es war mein erster fotografierter Rotschwanzwürger.Schnell habe ein Foto zu meinen Freund Stavros Christodoulides gesendet um meinen Fund bestätigen zu lassen. Ich habe die Antwort gar nicht abgewartet, Yes, Red-tailed „Turkestan“ Shrike. Als die SMS auf meinem Handy einging war ich schon wieder auf dem Weg zurück nach Mandria um mehr Fotos und Videosequenzen von diesem seltenen Gast zu machen. Inzwischen waren auch schon weitere „Birder“ auf den Vogel aufmerksam geworden und die nächsten 3 Stunden war der Turkestan Shrike der meistfotografierte Besucher in Mandria.Zur Statistik, der Erste „Turkestan“ wurde 1992 in Zypern gesichtet, der jetzt anwesende Shrike ist die Nummer 16.

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Frühjahr - Zugvögel und Heimische Arten im März 2016

In diesem Blogbeitrag berichte ich im wesentlichen auf die im März 2016 eintreffenden Vogelarten beschränkt.

 

Das Gebiet zwischen Agia Varvara - Anarita und Mandria im Bezirk Paphos auf der Insel Zypern bietet den Einheimischen Arten und den durchziehenden Zugvögeln in dieser Zeit ideale Bedingungen für eine Rat oder schon zur Brutvorbereitung.

 

Anarita und Mandria liegt im Westen der Insel in der Nähe von Paphos und ist mein Hauptgebiet bei der Vogelbeobachtung und Vogelfotografie.

 

Auch Landschaftlich bietet dieses Gebiet während der Jahreszeiten immer wieder interessante Einblicke.


Es ist immer wieder erstaunlich wie sich die Artenvielfalt von einem zum nächsten Tage verändert, ein Kommen und Gehen. Aber es bleiben auch viele Arten über den Sommer in Zypern und erledigen ihr Brutgeschäft hier. Ergänzend zu den Vogelarten auch etwas Bild- und Videomaterial über die Standorte Anarita und Mandria, welche ich als bevorzugte Standorte für viele Arten bezeichnen kann.

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Turmfalken auf Insektenjagd

Diese Woche hatte ich zusammen mir einem Freund aus England die Gelegenheit aus nächster Nähe das Turmfalkenpärchen bei der Jagd auf Insekten in einem Getreidefeld zu beobachten.

 

Eigentlich wollte ich meinem Gast nur die Stelle zeigen wo das Falkenpaar brütet und ihr Revier hat.

 

Als wir dann dem Starand entlang zu dem kleinen Felsen fuhren konnten wir die beiden bei ihrer Jagd schon sehen. 

 

Gut zu beobachten war, dass die Falken sich das Fanggebiet untereinander eingeteilt hatten, das Männchen war immer nur in „seiner Hälfte“ des Feldes auf Jagd, das Weibchen auf „ihrer Hälfte“.


Nach dem Zugriff auf ein Insekt am Boden des Feldes gegriffen haben ging es zurück zum Falkenfelsen um den Fang sofort zu verspeisen, danach ging es wieder zurück zum nächsten Fang ins Feld. Hier einige Bilder davon.

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Kaptäubchen in Mandria

Es hat schon etwas gedauert bis ich mich mit dem Kaptäubchen befasste, das in Mandria gesichtet wurde. Tauben reißen einen Fotografen ja nicht gleich vom Hocker. Dann, ein paar Tage später,  habe ich doch mal im Svensson Vogelatlas nachgesehen was den unter dem Begriff "Kaptäubchen" eigentlich für ein Taube gemeint ist und schon ist der Funke übergesprungen.

 

Ein wunderschönes kleines und seltenes Täubchen. Ein Größenvergleich mit einem Hausspatzen ist angebracht, aber der Schwanz ist um ein vielfaches länger.

 

Das Täubchen ist in Afrika weit verbreitet und brütet normal südlich der Sahara Wüste. Es wird auch immer wieder mal in Israel gesichtet. Für Zypern ist es erst die vierte Registrierung dieses Täubchen. 


Bei dem Kaptäubchen in Mandria handelt es sich um ein weibliches Täubchen. Gestern war es sehr windig bei der Aufnahme, werde wohl noch einige Bilder und Videoaufnahmen hierzu später einstellen.

Auch am 10. März ist das Kaptäubchen noch immer in Mandria an verschiedenen Plätzen zu finden. Zusammen mit meinem Freund Paul Foster aus England haben wir das Täubchen an seinem Ruheplatz wieder gefunden. Später konnten wir es am Straßenrand bei der Futtersuche beobachten und auch einige Aufnahmen machen. Interessant zu sehen, wie lange das Kaptäubchen in Mandria bleiben wird.

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März 2016 - erste Bilder aus dem Troodos Gebirge

Einige Fotos aus dem Troodos Gebirge.

 

Rund um den Mount Olympos liegen jetzt im März in schattigen Bereichen noch Schneefelder, die leeren Parkplätze, Wege und Skipisten sind übersäht mit großen und kleinen Wasserpfützen, die am frühen Morgen noch mit einer dünnen Eisschicht verschlossen waren.

 

Die Lichtsituation für Fotografen ist nicht besonders gut, gerade in den Wäldern hat die noch immer tief stehende Sonne am Morgen kaum die Möglichkeit die Schattenbereich aufzuhellen.

 

Später, wenn die Sonne höher steht ist das weise Licht sehr hart und grell.


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Durchreisende und erste Sommergäste

Die Kornammer ist einer der ersten Sommergäste, die im Frühjahr auf der Insel Zypern eintrifft und die Vogelpopulation erweitert.

 

Viele andere Arten sind auch nur auf der Durchreise von ihren Überwinterungsplätzen zurück zu ihren Aufenthaltsgebieten im Norden Europas.

 

Gestern sah ich den ersten Trupp mit Kranichen gen Norden ziehen, in diesem monatlichen Beitrag berichte ich darüber. 

 

Spezielle und seltene Gäste bekommen natürlich ihre einen eigene Beiträge.


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Übersicht - Februar 2016

Ende Februar 2016, am Zakaki Pool geniesen die Wintergäste die wärmende Sonne.

 

Einige der Wintergäste sind bereits weiter gezogen, so hat die Anzahl der Löffelenten in Oroklini schon merklich nachgelassen.

 

Im südlichen Teil des Oroklini See ist der Wasserstand in den letzten Wochen nur gering angestiegen, die Brutinseln sind noch nicht belegt. Ein paar Spornkiebitze haben sich dort eingefunden, von den Stelzenläufern ist jedoch noch nichts zu sehen.

 

Hier noch einige Aufnahmen aus den letzten Wochen und Tagen von Wintergästen und auch von den ersten Frühjahrsmigranten.


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Januar 2016 - Wintergäste

Im Januar des neuen Jahres war ich eigentlich nur für Videoaufnahmen unterwegs und habe an den besuchten Orten nur wenige Fotos gemacht.

 

Insgesamt gesehen sind die Zahlen der Zugvögel und Wintergäste aber doch geringer wie im letzten Winter, dafür präsentieren sich bei den Wasservögeln im Oroklini See und den Flamingos einige interessante Wintergäste.

 


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Wallfahrtsort Agios Georgios, Bezirk Paphos, Pegeia

Die archäologische Ausgrabungsstätte von Agios Georgios, Gemeinde Pegeia ist ein berühmter Wallfahrtsort der Region. Bei Ausgrabungen, die bereits in den 1950er Jahren begannen, wurden wichtige Hinweise auf eine frühchristliche Siedlung gefunden, die sich während der römischen Herrschaft und in der frühchristlichen Epoche auf dem Kap und dessen Südhang befand.

 

Die Nekropole (Totenstadt) samt ihrer in den Felsen gehauenen Gräber befindet sich auf der Kuppe der Klippe. Der Wallfahrtsort Agios Georgios selbst liegt zwischen den Basiliken und der Nekropole. Die kleine Kapelle aus dem späten 13., frühen 14. Jahrhundert, wurde nach Agios Georgios benannt, ebenso die aus Stein gebaute Kirche des Agios Georgios jüngeren Datums.


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